Sonntag, 20. April 2014

Wake up, FC Bayern!

Irgendetwas ist passiert in den Köpfen der Spieler des FC Bayern München. Irgendwie ist der absolute Siegeswille und die lockere Spielfreude, die die Mannschaft in den letzten Jahren ausgezeichnet und zum Triple geführt hat, abhanden gekommen. Ob es an der Aussage von Pep Guardiola lag, dass die Bundesliga nach dem Gewinn der Meisterschaft jetzt vorbei ist, an einer aufkommenden Müdigkeit im Körper und im Kopf oder einfach an einem simplen Motivationsverlust liegt, kann man nicht genau sagen.

Thomas Müller rennt nicht mehr, Franck Ribery hat eine Kreativblockade, Arjen Robben will wieder mit dem Kopf durch die Wand und David Alaba wieder immer wieder auf die Bank verbannt. Dafür darf nicht die einzige Begründung sein, dass die Spieler für die Aufgaben in der Champions League geschont werden. 
Was ist also passiert? Es scheint als ob nach dem Gewinn der Bundesliga-Meisterschaft und dem Erreichen des Halbfinales in der Champions League der Schalter, für die herausragende einzigartige Leistung des FC Bayern in den letzten eineinhalb Jahren, auf 'Off' zurückgeklappt ist. Die Spieler wirken satt und müde, nicht körperlich, aber im Kopf. Natürlich ist das verständlich. Nach dem was die Bayern mit dem Triple, dem Klub-Weltmeistertitel und dem frühzeitigen Gewinn der Meisterschaft 2013/14 ist es klar, dass selbst Profi-Sportler mental mal eine Pause brauchen.

Nur kommt diese zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Die zwei wichtigsten Spiele des Jahres stehen bevor, das Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid. Hoffen wir, dass dem besten Trainer der Welt, Pep Guardiola, vor kommendem Mittwoch etwas einfällt um den Schalter wieder umzulegen auf 'On', um wieder den Hunger der Spieler zu wecken, um wieder das Glitzern und den Ehrgeiz in den Augen der 11 Männer sichtbar zu machen, wenn sie am Mittwoch in Bernabeu einmarschieren und uns allen hoffentlich ein großartiges Spiel geliefert werden kann. 

Schließlich wollen wir doch alle Mitte Mai singen können: 'FC Bayern, Forever Number One!'

Sonntag, 9. März 2014

Things they don't teach you in school - Part I

In den letzten Wochen ist mir mal wieder bewusst geworden, dass man in der Schule und an der Universität zwar sehr viel lernt, die wirklich wichtigen Dinge werden einem aber nicht beigebracht. Zum Beispiel Verhandlungen bezüglich Gehalt und Arbeitsvertrag.
Bei mir wurde das kürzlich relevant, die Gespräche über meine Festanstellung haben begonnen und ich habe keine Ahnung gehabt, wie man sowas angehen soll. Dank Google und Kollegen haben ich Stück für Stück herausgefunden, was wichtig ist und was man beachten soll.
Ich bin ein Mensch, der gerne alles selber auf die Reihe bekommt und über alles Bescheid weiß. Aber sich dieses Wissen anzueignen ist ein langer Prozess. Bei der Allgemeinbildung ist die Schule und weitere Ausbildungsstätten eine große Hilfe, aber bei den essentiellen Herausforderungen des Lebens muss man auf die eigenen Instinkte und Fähigkeiten verlassen. Natürlich werden einem in Zeitschriften und Zeitungen Tipps gegeben, aber wer kann da schon den Überblick behalten und es sind meistens nur allgemeine Informationen und immer wieder die gleichen, auf die man eigentlich auch selber kommen kann. Learning by doing ist in diesen Fällen angesagt. Und tatsächlich, mit erfahrenen Kollegen, denen man vertraut, reden und sich gut auf alle Eventualitäten vorbereiten, dann kann nichts mehr schief gehen.
Allerdings ist das einer der Kritikpunkte, den ich am Schulsystem und am Lehrplan habe. Das Gymnasium und Universitäten werden immer so hoch angepriesen, man bekommt dort die beste Ausbildung, die es gibt und man wird auf ein erfolgreiches Leben und eine Karriere vorbereitet. Theoretisch ist das auch richtig, in kurzer Zeit, meiner Meinung nach zu kurzer Zeit und unter zu großem Druck, wird einem so viel Mathematik, Physik, Geschichte, Deutsch usw eingetrichtert. Davon benötigt man vielleicht 50 % im späteren Leben. Aber Real-Life-Situations wie Vertragsverhandlungen jeglicher Art, dazu wird einem nichts beigebracht und man ist meist ganz auf sich allein gestellt.

Sonntag, 19. Januar 2014

Nachtkonsum - Mädchenflohmarkt in München

Samstag morgen, ich sitze in meinem Zimmer nach eine anstrengenden Arbeitswoche und möchte etwas am Wochenende unternehmen, mal was anderes, nicht zu weit weg und was Interaktion mit anderen Menschen bringt. Supersozial schmeiße ich also meinen Computer an und ziehe Google zu Rat. Und da wird mir für den frühen Samstag Abend in München eine Veranstaltung gezeigt, die sich 'Nachtkonsum - Mädchenflohmarkt' nennt. Es handele sich dabei um eine Flohmarkt für junge Frauen, denen das früh Aufstehen für normale Veranstaltungen dieser Art Sonntag morgens ungelegen kommt, mit Live-Musik, in einer Halle und mit Essens- und Getränkeverkauf.


Also habe ich meine Cousine eingepackt und auf ging's nach München mit dem Ziel 'Kultfabrik'. Auf dem Gelände dort steht die Tonhalle, in der regelmäßig tolle Konzerte stattfinden und Samstag abends nun auch ein Flohmarkt. Als wir ankamen war uns nicht ganz klar wo wir parken können, deswegen haben wir eine Weile in den Nebenstraße nach einer Parklücke suchen müssen. Es scheint aber so, als ob man gegen eine Gebühr direkt auf dem Gelände parken kann. Wenn man nicht mit dem Auto kommen möchte, ist die U und S-Bahn-Station sowie der Bahnhof nicht weit entfernt. Bevor man in die Halle möchte, muss man noch nach einer kurzen Anstehzeit 3 € Eintritt zahlen. Und dann geht's los, auf ins Getümmel. Man findet dort von Messbechern, über Schallplatten und Basic Klamotten bis High Heels und schicke Kleider alles was das Herz begehrt, die Preise sind für eine Flohmarkt angemessen, und die Verkäufer lassen auch mit sich verhandeln. Die Atmosphäre dort ist entspannt und relaxt, auch wenn es fast zu voll war, aber die Leute gehen nachsichtig miteinander um, so dass man in Ruhe durch die Reihen schlendern kann. An dem Samstag, als wir dort waren hat eine junge Live-Band gespielt, einen Mix aus eigenen und gecoverten Lieder, was dem ganzen eine noch jugendlichere und angenehmere Stimmung verliehen hat. Wenn man dann keine Kapazität mehr hat um noch mehr Tüten zu tragen, geht man raus mit einem guten Gefühl eine schöne Veranstaltung besucht zu haben, obwohl man sicherlich noch mehr Spaß hat dort, wenn man zu einer Zeit geht, zu der nicht unbedingt alle anderen dort sind.
Um den Abend ausklingen zu lassen, sind wir dann noch in München eine Kleinigkeit essen gegangen, wofür es auch genügend Lokalitäten gibt.
Alles in allem ist der Mädchenflohmarkt 'Nachtkonsum' die perfekte Beschäftigung für einen Samstag Abend, wenn man nicht in der größten Partystimmung ist aber trotzdem unter Leute kommen möchte und eine gute Zeit haben möchte.

Unter www.nachtkonsum.com findet man Anfahrt, andere Städte, in denen der Flohmarkt stattfindet, und weitere Termine.
Viel Spaß!

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Das erste Mal: Firmenweihnachtsfeier

Endlich war sie da, die erste Weihnachtsfeier des Arbeitslebens mit den tollen neuen Kollegen und Vorgesetzten. Was hat man im Vornherein nicht alles an Geschichten gehört und Warnungen erhalten, wie es auf solchen Feiern ‚abgeht‘ und wie man sich richtig zu benehmen hat, wenn man sich in der Geschäftswelt besinnlich zusammen betrinkt. Immer soll es mindestens einen geben, der es mit dem Alkohol übertreibt, am lustigsten ist das natürlich, wenn diese Person der Chef ist, eine Person wird dank der gelockerten Zunge immer zu direkt und es gibt die, die meinen sie sind super lustig und lachen über alles und jeden und viel zu laut. Skandale soll es auf jeder Weihnachtsfeier geben und immer die tollsten Geschichten im Nachhinein zu erzählen, wer mit wem nach Hause geht, wer zu viel getrunken hat, wer mit wem geschäkert und wer zu negativ oder zu gut über den Chef geredet. Mit diesen Erwartungen und vielleicht Ängsten wagt man sich also nun auf das glatte Eis der ersten Firmenweihnachtsfeier seines Lebens. Vorsichtig, (an-)gespannt und doch voller Vorfreude.
Und letztendlich ist alles nur halb so wild und aufregend. Man setzt sich zu den Kollegen, mit denen man sowieso die meiste Zeit verbringt, ein paar weniger bekannte sind meistens auch dabei. Das Essen wird serviert, genossen, ein zwei drei Gläser Wein getrunken, wenn der Chef kurz vorbeischaut ist die Stimmung kurz angespannt aber sonst ist man fröhlich, locker, und lacht zusammen bei gutem Essen und Trinken. Gespräche drehen sich um Kinder, Familie, Weihnachten und Arbeit. Natürlich gibt es die eine Person, die zu viel trinkt aber sich dennoch im Griff hat und nur zur Belustigung aller beiträgt.
Ganz schnell ist dann doch alles wieder vorbei, entweder geht man nach Hause oder gehört den wenigen an, die die Nacht noch in einem lokalen Club verlängern. Schön war's und alles halb so schlimm, im nächsten Jahr ist das dann schon alles Routine.

Dienstag, 10. Dezember 2013

What is it about swimming?

Since I got no time for handball practice anymore I rediscovered my passion for swimming. I found these two completely different swimming places in Munich that give me everything I need. When I put on my swimsuit and bathing hat there, put on my headphones and jump into the water suddenly everything is silent and everything that keeps my brain busy seems to just float away. It’s like magic. Somehow moving slowly (or probably a little faster) from one end to the other soothes me and clears my mind. I can’t explain it but always after I went swimming I can make better decisions and know what to do. A nice side effect is that it is healthy :) It seems like the water and my strong and calm movements in it wash away all my confusing thoughts which try to take me off my path. I guess with all the things I’m struggling with right know a good swim after work tomorrow is much needed. It calls for some clearing the head. 
Usually I go to this place a little outside from Munich, close to my workplace, it’s cheap, clean and nice there. But I need a car to get there. So online I found this old traditional swimming place in downtown Munich. It’s on my way home with the train and really deserves a shot in the run for fulfilling my needs. On the pictures it looks like a place in the style of greek architectures. It gives the impression of being a really beautiful and relaxing place. Details will follow when I’ve tried it. For tomorrow the more sporty place will have to be enough :)

Sonntag, 20. Oktober 2013

This is the life

Tomorrow, the fourth week at my new job starts and today has been the first day since this crazy ride started that I was able to catchbsome breath. But to be honest, this is exactly the life I've been looking forward to. I get up at 5 in the morning, take the train to work (which takes almost two hours but at least I get a lot if time to read and enough time to wake up and be already concentrated when I arrive in the office) or the car, depending on the day. But although the train takes so long it is an awesome way to get to work. Seeing all the other commuters there and belonging with them makes you feel so grown up and that you finally reached something in life and are important. It just makes me feel like a pretty, successful and confident business woman. Same feeling when I'm on the way back home. Everybody worn out from work, still on their laptops, finishing up some things. And I'm finally one of them. Tuesdays and Thursdays I take the car to get back home in time to work out. Doesn't this sound awesome? Commuting is still very expensive and exhausting but it is too much fun and gives me too good of a feeling than to trade it for anything else.
To summarize this is what I've always dreamed of (well, still with a lot if exceptions but I'm working on making my other dreams come true, too) and I hope and pray that it won't end again.

Freitag, 30. August 2013

Zeit der Revanche

In einer knappen Stunde ist es soweit, die Bayern treffen zum ersten Mal seit dem verlorenen Champions-League-Finale vor gut einem Jahr nun in Prag auf den Chelsea FC.
Im Vorgeplänkel zu diesem Spiel wurde vor allem die Rivalität/Hassliebe der beiden neuen Trainer der Sieger in den europäischen Wettbewerben hochgespielt und zum Thema gemacht. Pep Guardiola und José Mourinho konnten sich schon nicht leiden, als sie beide noch bei den größten Klubs in Spanien, Real Madrid und FC Barcelona, tätig waren. Die Lästereien sind im letzten Jahr zwar ein wenig seltener geworden, was vermutlich an der Schaffenspause Guardiola's lag, aber nie ganz eingeschlafen und aufgrund des Duells in einer Stunde wieder aufgewacht.

Und diese Paarung hat noch einen weiteren brisanten wunden Punkt: vor gut einem Jahr hat der Fußballclub aus London die Münchner Bayern im Finale der Champions League im eigenen Stadion in München im Elfmeterschießen besiegt und in ein unglaubliches Tief geschossen. Aber die Bayern wären nicht die Bayern, wenn sie aus dieser Niederlage nicht gestärkt herausgegangen wären und in der folgenden Saison hat der deutsche Rekordmeister den besten Fußball gespielt, den ich bisher von dieser Traummannschaft gesehen habe. Immer noch blicke ich mit ein bisschen Wehmut auf die vergangene Spielzeit zurück, in das Team war ich fast ein bisschen verliebt. Und dann haben die Spieler sich selbst und die Fans für all die harte Arbeit und die frustrierenden Rückschläge belohnt und alles wieder gut gemacht.
Die Mannschaft des FC Bayern ist seit dieser Niederlage kontinuierlich besser geworden und ist heiß darauf heute den UEFA Super Cup zu gewinnen, den nebenbei erwähnt noch keine deutsche Mannschaft erkämpfen konnte, nicht mal der FCB. Das ist die einzige Lücke in der Titelsammlung der glorreichen Münchner. Diese wird heute mit Sicherheit geschlossen, und aufgrund der aktuellen Verfassung der Mannen von Pep Guardiola traue ich mich das auch sagen. Und nebenbei kann man auch noch Revanche für das verlorene Endspiel dahoam nehmen, was allerdings vermutlich den Fans wichtiger ist als den Spielern. Ganz egal, freuen wir uns auf ein tolles Fußballspiel und möge der Bessere (FC Bayern) gewinnen.