Irgendetwas ist passiert in den Köpfen der Spieler des FC Bayern München. Irgendwie ist der absolute Siegeswille und die lockere Spielfreude, die die Mannschaft in den letzten Jahren ausgezeichnet und zum Triple geführt hat, abhanden gekommen. Ob es an der Aussage von Pep Guardiola lag, dass die Bundesliga nach dem Gewinn der Meisterschaft jetzt vorbei ist, an einer aufkommenden Müdigkeit im Körper und im Kopf oder einfach an einem simplen Motivationsverlust liegt, kann man nicht genau sagen.
Thomas Müller rennt nicht mehr, Franck Ribery hat eine Kreativblockade, Arjen Robben will wieder mit dem Kopf durch die Wand und David Alaba wieder immer wieder auf die Bank verbannt. Dafür darf nicht die einzige Begründung sein, dass die Spieler für die Aufgaben in der Champions League geschont werden.
Was ist also passiert? Es scheint als ob nach dem Gewinn der Bundesliga-Meisterschaft und dem Erreichen des Halbfinales in der Champions League der Schalter, für die herausragende einzigartige Leistung des FC Bayern in den letzten eineinhalb Jahren, auf 'Off' zurückgeklappt ist. Die Spieler wirken satt und müde, nicht körperlich, aber im Kopf. Natürlich ist das verständlich. Nach dem was die Bayern mit dem Triple, dem Klub-Weltmeistertitel und dem frühzeitigen Gewinn der Meisterschaft 2013/14 ist es klar, dass selbst Profi-Sportler mental mal eine Pause brauchen.
Nur kommt diese zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Die zwei wichtigsten Spiele des Jahres stehen bevor, das Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid. Hoffen wir, dass dem besten Trainer der Welt, Pep Guardiola, vor kommendem Mittwoch etwas einfällt um den Schalter wieder umzulegen auf 'On', um wieder den Hunger der Spieler zu wecken, um wieder das Glitzern und den Ehrgeiz in den Augen der 11 Männer sichtbar zu machen, wenn sie am Mittwoch in Bernabeu einmarschieren und uns allen hoffentlich ein großartiges Spiel geliefert werden kann.
Schließlich wollen wir doch alle Mitte Mai singen können: 'FC Bayern, Forever Number One!'
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