In den letzten Wochen ist mir mal wieder bewusst geworden, dass man in der Schule und an der Universität zwar sehr viel lernt, die wirklich wichtigen Dinge werden einem aber nicht beigebracht. Zum Beispiel Verhandlungen bezüglich Gehalt und Arbeitsvertrag.
Bei mir wurde das kürzlich relevant, die Gespräche über meine Festanstellung haben begonnen und ich habe keine Ahnung gehabt, wie man sowas angehen soll. Dank Google und Kollegen haben ich Stück für Stück herausgefunden, was wichtig ist und was man beachten soll.
Ich bin ein Mensch, der gerne alles selber auf die Reihe bekommt und über alles Bescheid weiß. Aber sich dieses Wissen anzueignen ist ein langer Prozess. Bei der Allgemeinbildung ist die Schule und weitere Ausbildungsstätten eine große Hilfe, aber bei den essentiellen Herausforderungen des Lebens muss man auf die eigenen Instinkte und Fähigkeiten verlassen. Natürlich werden einem in Zeitschriften und Zeitungen Tipps gegeben, aber wer kann da schon den Überblick behalten und es sind meistens nur allgemeine Informationen und immer wieder die gleichen, auf die man eigentlich auch selber kommen kann. Learning by doing ist in diesen Fällen angesagt. Und tatsächlich, mit erfahrenen Kollegen, denen man vertraut, reden und sich gut auf alle Eventualitäten vorbereiten, dann kann nichts mehr schief gehen.
Allerdings ist das einer der Kritikpunkte, den ich am Schulsystem und am Lehrplan habe. Das Gymnasium und Universitäten werden immer so hoch angepriesen, man bekommt dort die beste Ausbildung, die es gibt und man wird auf ein erfolgreiches Leben und eine Karriere vorbereitet. Theoretisch ist das auch richtig, in kurzer Zeit, meiner Meinung nach zu kurzer Zeit und unter zu großem Druck, wird einem so viel Mathematik, Physik, Geschichte, Deutsch usw eingetrichtert. Davon benötigt man vielleicht 50 % im späteren Leben. Aber Real-Life-Situations wie Vertragsverhandlungen jeglicher Art, dazu wird einem nichts beigebracht und man ist meist ganz auf sich allein gestellt.
Sonntag, 9. März 2014
Things they don't teach you in school - Part I
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